Wussten Sie, dass unsere Ernährung einen entscheidenen Einfluss auf die Gesundheit unserer Haare hat!? Insbesondere Vitamin B und Eisen sind entscheidene Bausteine, die dem Haarausfall effizient vorbeugen können.

Was hat Nährstoffmangel mit unserem Haarfollikeln zu tun?

Eine dauerhafte zu geringe Zufuhr an Nährstoffen kann zu einem Nährstoffdefizit führen. Insbesondere nach Darmoperationen bzw. chronischen Darmerkrankungen ist ein Nährstoffdefizit eine häufige Folge. Da unsere Haarfollikel eine sehr hohe Zellteilungsaktivität besitzen, ist ein erhöhter Stoffwechselumsatz in diesen Zellen zu beobachten und damit einhergehend ein höher Verbrauch an Nährstoffen, Vitaminen und Spurenelementen. Zu den Nährstoffen gehören unter anderem Eiweiße, Fett und Kohlenhydrate, die wir mit der täglichen Nahrung aufnehmen. Insbesondere bei einer ausgewogenen und gesunden Ernährung wird der Körper ausreichend versorgt. Die kontinuierliche und regelmäßige Zufuhr dieser Nährstoffe ist entscheidend, da unser Körper oftmals diese Stoffe nicht in einer Art Zwischenlager bzw. Depot aufbauen und abrufen kann. In Zeiten mit verminderter Zufuhr kann es somit zu Mangelerscheinungen kommen und somit die Zellteilungsaktivitäten im Haarfollikel beeinträchtigen. In der Folge kann es zu diffusem Haarausfall kommen, der in der Regel jedoch auch zeitlich begrenzt ist, bis dem Körper wieder genügt Nährstoffe zugeführt werden.

Mangelerscheinungen ernährungsbedingter Natur kommen jedoch in den entwickelten "Industrieländern" eher selten vor. Der Grund für diffusen Haarausfall muss also andere Gründe haben.

Mitunter kann es im Rahmen von chronischem Alkoholismus zu Mangelerscheinungen kommen. Vielmehr werden jedoch  im Zusammenhang mit einer künstlichen Ernährung Nährstoffmangelerscheinungen beobachtet. Insbesondere durch sehr radikale Diäten, wie sie in den letzten Jahren stark zugenommen haben, kommen es oft zur massiven Unterversorgung mit Nährstoffen, Vitaminen und Spurenelementen. Selbst nachdem Betroffene die Diäten beendet haben, hält der Haarausfall oft auch nach Monaten noch an. Viele Studien belegen vor diesem Hintergrund auch einen signifikanten Zusammenhang von Essstörungen (wie zum Beispiel Magersucht) und Haarausfall.

Was hat Vitaminmangel mit unseren Haaren zu tun?

Ganz leicht! Die Vitamine des Vitamin B-Komplexes sind für den Aufbau unserer Haare unerlässlich. Oft tritt kein isolierter Vitamin-B-Mangel alleine auf sondern vielmehr ein Mangel an mehreren Vitaminen der B-Gruppe. Um diesen Mangelerscheinungen entgegen zu wirken, müssen Sie die besten Vitamin B Lebensmittel kennen. Tolle Lieferanten sind unter anderem Nüsse, Hülsenfrüchte, Fisch und Soja. Falls Sie sich unsicher sind, ob Ihre Ernährung Sie ausreichend mit Vitaminen versorgt, empfehlen wir Ihnen die Lektüre des Buches Vitamine, Mineralien, Spurenelemente: Gesund und fit mit Vitalstoffen. Ein kritischer Ratgeber von Heinz Knieriemen. In jedem Fall sollten Sie immer Ihren Arzt konsultieren!

Warum ist Eisen für unser Haarwachstum erforderlich?

Für das Wachstum unserer Haare ist ein komplexes Zusammenspiel unterschiedlicher Nahrungsbestandteile verantwortlich. So ergänzen sich Eisen, Kupfer sowie Vitamin C gegenseitig beim Haarwachstum. Fehlt eine der Komponenten dieses Gespanns, führt dies dazu, dass die beiden anderen Komponenten zwar im ausreichenden Maße vorhanden sein können, jedoch nicht mehr förderlich für das Haarwachstum sind.

Viele Ursachen bedingen einen Eisenmangel. Insbesondere können bei Frauen bei einer verstärkten Monatsblutung Mangelerscheinungen auftreten. Aber auch bei erhöhten Blutverlusten, wie es häufig nach Operationen der Fall ist, kann es erforderlich sein, den Körper mit zusätzlichen Eisen zu versorgen.

Aber auch Vegetarier sind einer erhöhten Gefahr von Eisenmangel ausgesetzt und sollten unbedingt mit dem Hausarzt Rücksprache halten, ob eine zusätzliche Zufuhr von Eisen erforderlich ist.